"Ich kaufe nur das, was ich verstehe", sagt Börsengenius
Warren Buffet - und fährt dabei gut. Laut Forbes-Liste ist Buffet einer der reichsten Männer der Welt.
Für
Normalanleger eignet sich diese eigenwillige Konzentrationsstrategie nicht unbedingt. Die Strategie Buffet basiert auf ausgiebig recherchierten Hintergrundinformationen, Geschäftsberichten, Marktkenntnis und vielen weiteren fundamentalen Faktoren. Ich wage es zu bezweifeln dass ein Privatanleger in der Lage ist nebenbei all diese Informationen zu rechercheiren und richtig zu bewerten.
Buffet kauft viele seiner Geldanlagen nach
intensiver Analyse und meist dann wenn der Kurs nach Unternehmenskrisen im Keller ist.
Privatanleger fühlen sich meist sicherer auf
heimischen Terrain und glauben die 'räumliche Nähe' würde mit der Kenntnis der jeweiligen Unternehmen gleichgesetzt. Doch ist dies nur eine trügerische Sicherheit, denn diese Familiarität bedeutet keinesfalls Wissen. Brancheninsider nehmen häufig die bestehenden Risiken nicht mehr objektiv wahr und unterschätzen deshalb gerne drohende Gefahren. Ausserdem können einseitig ausgerrichtete Portfolios schneller in eine Schieflage geraten wenn der Markt in die falsche Richtung läuft. Auch hier ist die
Diversifizierung in verschiedene Wirtschaftszweige, beim richtigen (Branchen-)Mix, eine Möglichkeit das Gesamtrisiko des Portfolios zu senken.
Schwierig und als besonderem Risiko ist ein überwiegendes Investment in die Aktien des eigenen Unternehmens zu sehen. Bekommt der Brötchengeber Probleme so kann sich dies in doppelter Hinsicht auf den Mitarbeiter auswirken. Im Extremfall sind sowohl der Job als auch die Aktiengewinne weg.